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30 Jahre Partnerschaft Frouard - Pompey - Lohmar: Tolle Stimmung bei den Auftritten des LBO in Frankreich

Anläßlich der Feiern am 23. und 24. Oktober 2004 zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft  zwischen Lohmar und den Zwillingsstädten Frouard und Pompey an der Mosel wurde das Lohmarer Blasorchester von der SIFA, der französischen Partnerschaftsorganisation, gebeten, ein Rahmenprogramm mitzugestalten. Dieses Angebot wurde gerne angenommen.

Schon fast routinemäßig ging es am Samstag frühmorgens Richtung Lothringen, wo nach einem herzlichen Empfang im Rathaussaal von Frouard kulinarische Leckerbissen zu Mittag auf die Besucher warteten. Anschließend gab es das erste musikalische Ereignis: Im 'Centre Culturel Jean Hartmann' in Pompey wurde ein Gemeinschaftskonzert geboten mit der 'Harmonie Les Intrépides' aus Frouard, dem Gemischten Chor 'La Vilanelle' aus Pompey und dem Lohmarer Blasorchester.

Die eigentliche Feier fand dann abends im Saal 'Camille Frigerio' im Rathaus Frouard statt. Zum Festbankett, bei dem neben den Delegationen aus den drei Jubiläumsstädten auch eine Abordnung aus Eppendorf in Sachsen anwesend war, gab es Laudatios der anwesenden Bürgermeister sowie der Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine. Begleitet wurde die Festveranstaltung von einer Gruppe Musiker der Musikschule Frouard. Nach dem offiziellen Teil spielte dann das Lohmarer Blasorchester bis in den frühen Morgen zum Tanz auf, diese Gelegenheit wurde von zahlreichen Gästen in Anspruch genommen und wurde mit viel Lob und Applaus honoriert.

Der Sonntagmorgen sah nach einer Feuerwehrvorführung um 10 Uhr am Schwimmbad von Pompey ein Matinéekonzert vor, welches erneut im 'Centre Culturel' in Pompey unter Mitwirkung der 'Harmonie Les Intrépides' und des LBO durchgeführt wurde und das bei den Zuhörern großen Anklang fand.

Zum Abschluss gab es ein großes Mittagsbuffett für alle Beteiligten, das sich in typisch französischer Art über mehrere Stunden hinzog, so dass direkt anschließend für die Lohmarer Gruppe die Heimfahrt angetreten werden musste, aber nicht ohne sich bei den zahlreichen französischen Freunden für die große Gastfreundschaft zu bedanken und sich  herzlich zu verabschieden. Allgemein wurde bekundet, dass das Lohmarer Blasorchester sich als ein hervorragender kultureller Boschafter der Stadt Lohmar bei diesen Jubiläumsfeierlichkeiten dargestellt hat und mitgeholfen hat, die guten Beziehungen zwischen den Partnerstädten mit Leben zu erfüllen.

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Konzertfahrt nach Frankreich im September 2004

Eingeladen zum Gegenbesuch hatte uns das Orchester 'Harmonie Les Intrépides' aus Frouard. Dieses Ensemble aus der Lohmarer Partnerstadt hatte uns zu unserem Musikfest besucht und so reisten wir am 4. und 5. September nach Lothringen, um an den Jubiläums-Feierlichkeiten zum 8ojährigen Bestehen des dortigen Musikvereins teilzunehmen.

Samstag Morgen ging es früh um 8 Uhr von der Jabachhalle aus los. Nachdem alles Gepäck und die Musikinstrumente verstaut waren, fuhr uns der Bus über die Eifelstrecke nach Luxemburg. Hier war Mittags eine Pause mit Stadtbesichtigung vorgesehen. Auf dem Rundgang durch die Stadt Luxemburg mit den neuen Gebäuden und den historischen Ecken wurde uns viel Wissenswertes vom Stadtführer vermittelt. Zwischendurch ging es noch in den Untergrund: Die Kasematten, unterirdische Gänge und Räume angelegt zu Verteidigungszwecken vor über 300 Jahren, schafften etwas Abkühlung  bei der sommerlichen Hitze.

Am Nachmittag erreichten wir unser Ziel und wurden von unseren französischen Freunden am Rathaus von Frouard herzlich willkommen geheißen. Nach Aufteilung der Teilnehmer auf ihre Gastfamilien bzw. die Hotelzimmer war noch eine Ruhepause angesagt, bevor am Abend im Theater Gérard Philippe das Jubiläumskonzert durchgeführt wurde. Dieses Konzert wurde im ersten Teil bestritten von den 'Grognards d'Epinal', wogegen wir den zweiten Teil bestreiten durften. Es waren wirklich zwei unterschiedliche Auftritte: Zuerst eine Vorstellung, das sich in viel historischen Uniformen und militärisch geprägter Musik erging, danach das Lohmarer Blasorchester mit gewohnt munterer und lockerer Blasmusik aus unserem breit gefächerten Repertoire. Das Publikum, das für uns (etwas ungewohnt) in ansteigenden Reihen auf uns herunterschaute, war begeistert und entließ die Musiker nicht ohne weitere Zugaben. Ein gemeinsamer Empfang in den Kellerräumen beschloss den erfolgreichen Tag.

Der nächste Tag sollte sich zu einem musikalischen Marathon entwickeln: Um 10:30 Uhr saß unser Orchester auf dem Place Nationale in Frouard, leider etwas bedrängt von Hähnchenbratern und Blumenverkäufern, und spielte bei erneut strahlendem Sonnenschein ein einstündiges Platzkonzert. Nicht übermäßig viel Zuschauer wollten dies sehen, diese waren aber umso begeisterter von der dargebotenen Musik. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es wieder zurück zum Platz, weil jetzt unser musikalischer Marsch durch Frouard anstand. Unser Ensemble zählt das Marschieren ja nicht unbedingt zu seinen Stärken, aber für die Veranstaltung war es erwünscht und so erfüllten wir diesen Wunsch: Circa einen Kilometer legten wir mit zünftiger Marschmusik durch die Straßen zurück, um uns dann mit den anderen teilnehmenden Musikvereinen vor dem Stadion von Frouard zu treffen. Dieser Marsch ging bei vielen ob des heißen Wetters und der damit verbundenen Anstrengung an die physisch erträglichen Grenzen.

Mit vier Gruppen zogen wir geordnet in das Stadion ein, um dann vor der voll besetzten Tribüne gemeinsam zwei vorher einstudierte Musikstücke aufzuführen.  Anschließend gaben wir dann noch ein einstündiges Platzkonzert an derselben Stelle, bevor auch die anderen drei Orchester jeweils eine Stunde ihr Können zeigen durften.

Leider hatten wir keine Zeit mehr, um diese weiteren Darbietungen komplett zu verfolgen, denn die Zeit drängte bereits zur Rückfahrt. So wurden noch Stärkungen an den aufgebauten gastronomischen Ständen eingenommen und wir bekamen einen schönen Pokal zur Erinnerung an diese Konzertfahrt überreicht. Dann war auch schon das Abschiednehmen gekommen und nach vielen Bedankungen für die herzliche und freundliche Aufnahme ging es zurück ins Rheinland, wo wir pünktlich und wohlbehalten wieder ankamen.

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Spendenübergabe des Blasorchesters an die DKMS

Anläßlich der erfolgreichen Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei  am 18. Juli 2004 in der Grundschule Lohmar-Birk wurde von unserem Blasorchester die Spende vom Musikfest in Höhe von (aufgerundet) 1000 Euro übergeben.  Der Vorsitzende Markus Schwedes und Udo Hawemann, der im Festausschuss für die Ablauforganisation zuständig war, händigten einen großen Präsentationsscheck an die Leiterin der Initiativgruppe Birk, Frau Weber, und an eine Mitarbeiterin des DKMS-Büros Köln aus.

Es wurde nochmals allen gedankt, die das Musikfest in Lohmar zu einem solchen Ereignis hatten werden lassen, besonders wurde den verschiedenen Gruppen, die kostenlos aufgetreten waren, und den Direktspendern gedankt. Zusätzlich zu der übergebenen 'offiziellen' Spende waren nämlich nochmals knapp 1000 Euro beim Musikfest direkt gespendet worden, so dass die Gesamtsumme für den Kampf gegen die Leukämie an beiden Tagen fast 2000 Euro betrug. Ein schönes Gesamtergebnis!

Das Lohmarer Musikfest 2004: Viel Regen, aber gigantisches Programm und gute Stimmung

Zwei Tage, nämlich den 3. und 4. Juli, dauerte das Geburtstagsfest zum 25jährigen Bestehen des Lohmarer Blasorchesters auf dem Frouardplatz, und wenn auch die Sonne leider nicht immer mitspielte, so waren die Zuschauer begeistert ob der Vielfalt, mit der sich das Musikleben von Lohmar und Umgebung präsentierte.

Zwei Bühnen waren nebeneinander auf dem zentralen Lohmarer Veranstaltungsplatz aufgebaut, um einen schnellen und reibungslosen Programmablauf zu gewährleisten, eine davon eine Riesenbühne in Halbmondform, die größte Bühne, die Lohmar dort je gesehen hatte. Der Eindruck aber nicht nur des Riesenbaus war überwältigend, sondern auch die Menge der Gruppen und Vereine, die sich zum Jubelfeste die Ehre gaben.

Den Auftakt machte am Samstagmittag die ‚Harmonie Les Intrépides’, das Orchester aus der französischen Partnerstadt Frouard, das auf einer 2 km langen Schleife durch die Stadtmitte zog, um auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen. Nach der Rückkehr auf den Festplatz wurde das Musikfest eröffnet durch den Vorsitzenden Markus Schwedes, die stellvertretende Landrätin Ute Gräfin Strachwitz und den Schirmherren der Veranstaltung, Lohmars Bürgermeister Horst Schöpe.

Den ersten musikalischen Vortrag gab dann das Geburtstagskind selbst: Das Lohmarer Blasorchester spielte mehrere fetzige Titel aus seinem umfangreichen Repertoire, um dann Platz zu machen für den Star des Festes, das international renommierte und einzige Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr. Fast zwei Stunden lang gab es hier symphonische und unterhaltende Blasmusik vom Allerfeinsten, und entsprechend war die Reaktion der Zuschauer: Man wollte das Ensemble gar nicht mehr weg lassen und applaudierte frenetisch.

Doch noch mehr und vor allem verschiedenste Musik bot die weitere Programmfolge. Die Sambagruppe der Musikschule trommelte und rasselte rassige südamerikanische Rhythmen, die Stadtgarde Wesseling wiederholte ihren Besuch von vor mehreren Jahren und der Liederkranz Birk intonierte in alter Verbundenheit gefühlvolle Weisen.

Soliden und mitreißenden Jazz konnte man von der jugendlichen Combo Jazzless hören, bevor die Band Sixpack der Musikschule stimmgewaltig und virtuos losrockte. Das Sülztaler Blasorchester aus Rösrath sorgte dann zwischenzeitlich noch mal für ruhigere und gefühlvolle Bläsermusik, bevor der Rest des Abends den Siegburg/Lohmarer Lokalmatadoren von Kappendraht gehörte. Fast drei Stunden lang wurden Oldieklänge in eigenen Arrangements aufgefahren, bis auch der letzte der dicht gedrängten Zuhörer sich mitbewegte oder mitsang. gegen halb elf war dann der erste Tag zu Ende.

 Recht früh begann dann schon der Sonntag mit dem Ausbauorchester des Lohmarer Blasorchesters, in dem die Kinder und Jugendlichen das Zusammenspielen und die ersten Schritte aufs Podium üben. Das Tambourskorps Pohlhausen/Birk pfiff und trommelte als Nächstes und der Männerchor Lohmar sang seine die Seele bewegenden Melodien, bevor das Orchester aus Frouard nochmals sein Können unter Beweis stellte.

Ganz andere Töne und viel Schwung brachte dann die Musical AG des Gymnasiums auf die Bretter, Tanz und Gesang und moderne Lieder aus Pop und Musical ließen die Zuschauer wieder jung werden und die flotten und teilweise frechen Kostüme taten ein übriges.

Die Siegburger Musikanten als jahrzehntelange Freunde aus der Kreisstadt hatten den nächsten Part, dann brachten der Kirchenchor Neuhonrath und das Blasorchester Neuhonrath musikalische Grüße aus dem nördlichen Lohmarer Stadtgebiet zum Festplatz.

Besinnlich-klassische Töne der anderen Art bot anschließend das Flötenensemble der Musikschule, bevor die geballte Ladung jugendlichen Elans mit dem Kinderchor und dem Jugendchor Lohmar wieder die Bühne eroberte.

Noch immer war nicht Schluss: Das Blasorchester Uckerath beeindruckte durch sein vielseitiges und präzises Spiel, so wie dann noch der Musikverein Siegklang Meindorf und das Tambourskorps Scheiderhöhe.

 Den abschließenden Höhepunkt des zweiten Tages bildeten dann noch zwei stadtbekannte Vokalgruppen, nämlich das Quantenquartett und die Kellner. Die Quanten boten Black Fööss - Covertitel vom Feinsten, wogegen die Kellner, die schon mehrere eigene Solokonzerte bravourös bestritten haben, sich absolut auf den A Capella - Gesang verlegt haben. Im letzten Akt des Musikfestes wurden alle Instrumente ‚mundgemacht’ und viele bekannte Titel zur Begeisterung der Zuschauer präzise intoniert. Der Applaus war trotz regnerischem Wetter groß und erst nach vielen Zugaben wurde das Lohmarer Musikfest beendet.

 Mit einer gewaltigen finanziellen und organisatorischen Kraftanstrengung ist es dem Lohmarer Blasorchester in seinem Jubiläumsjahr gelungen, an zwei Tagen mit einem tollen Programm einen Querschnitt des Lohmarer Musikkulturlebens Open Air zu präsentieren, dazu noch für einen guten Zweck, denn der Erlös ging der Initiativgruppe Lohmar-Birk der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) zu für die (Mit-) Finanzierung einer großen Typisierungsaktion gegen Leukämie. Alle Musiker des Programms der beiden Tage hatten auf eine Bezahlung verzichtet, nur so war die Durchführung überhaupt erst möglich geworden.

(Weitere Bilder vom Musikfest in unserer Bildergalerie 2004)