Lohmarer Neujahrskonzert: Hochklassige Musik und Ballett


Das große Finale: Kinder der beiden Ballettschulen, Chor, und Doppel-Orchester auf der Bühne der Jabachhalle  (Foto: Morich)

Zum dritten Mal nach 2015 und 2017 wurde am 13. Januar 2019 zum festlichen Lohmarer Neujahrskonzert in die Jabachhalle eingeladen. Statt professionelle Künstler auf die Bühne zu holen, hatte man sich erneut die Stärke des einheimischen Kulturlebens zu Nutze gemacht und die beiden großen Orchester der Stadt zur Mitwirkung gebeten: das Blasorchester Neuhonrath und das Lohmarer Blasorchester. Hinzu kamen Könner der städtgischen Musik- und Kunstschule, der Honrather Chor "La Voce" sowie Tänzerinnen der Ballettschulen Im Hofgraten (Lohmar-Ort) und Ena Stepanek (Wahlscheid). Die Koordination und Regie des Konzertes hatte das Lohmarer Blasorchester übernommen, unterstützt von der Stadtverwaltung. Moderator war Markus Schwedes, der Vorsitzende des Lohmarer Blasorchesters.


Ballettschule Ena Stepanek: "Tanz der Schwänchen"  (Foto: Morich)

In der ersten Konzerthälfte erfreute das von Thomas Zerbes dirigierte Neuhonrather Blasorchester die Gäste mit der prächtigen Feuerwerksmusik von Händel, der "Music for Life" von Philip Sparke und einem fetzigen Medley aus dem Musical "Starlight Express" von Andrew Lloyd Webber. In der zweiten Häldfte mischten sich beide Blasorchester auf der großen Bühne zu einem gewaltigen Klangkörper mit mehr als 80 Musikern, die abwechselnd von Thomas Zerbes und dem Lohmarer Dirigenten David M. Witsch geleitet wurden. Bei fünf gegenseitigen Besuchen hatten die Orchester mit "Marchissimo" einen Titel von Philip Sparke sowie die beste Musik aus dem Animationsfilm "Ratatouille" einstudiert.


Pianist Marius Cosmin Boeru (l.) und Moderator Markus Schwedes  (Foto: Morich)

Als hochklassiger, gemischter Chor aus Honrath zeigte sich "La Voce", der unter der Leitung von Mark Rosenthal populäre Titel aus der Nachkriegszeit brachte. Als Könner von der Musik- und Kunstschule faszinierten der Pianist Marius Cosmin Boeru und das Gitarren-Duo Lilly Mann und Noah Adelmann. Eine Augenweide waren die Tänze der beiden Ballettschulen. Mit dem von allen Musikern und Sängern präsentierten "Hallelujah Trail" (Elmer Bernstein) ging das großartige Neujahrskonzert zu Ende.


Ballettschule im Hofgarten: "Giselle" von Adolphe Adam  (Foto: Morich)

(Jürgen Morich am 3. Februar 2019 im Lohmarer Stadtanzeiger)

Brillante Mischung auf hohem Niveau

Neujahrskonzert in Lohmar mit Tanz, Gesang und jungen Gitarrentalenten

Lohmar. "Man kann schon zufrieden sein", sagte Moderator Markus Schwedes über das "Marchissimo" des "Vereinigten Blasorchesters Lohmar und Neuhonrath", wie er es nannte. Die Begeisterung der rund 500 Gäste des Lohmarer Neujahrskonzerts zeigte, dass die Einschätzung Schwedes - zugleich Vorsitzender der Lohmarer Bläser - für die komplette Veranstaltung gelten konnte.


Glanzlicht des Neujahrskonzertes: das "Vereinigte Blasorchester Lohmar und Neuhonrath",
hier unter der Leitung von David Witsch (Foto: Lorber)


Eine wundervolle und kurzweilige Mischung aus Musiken, Tänzen und Gesang gelang den Machern. Es gab zahlreiche Schmankerl an diesem Abend, etwa das "Moon River" des Honrather Chores "La Voce", das mit seiner Sanftheit, geschmeidigen Übergängen und fesselnden Dynamik mitriss.

Aus dem Gassenhauer wurde ein geschliffener Chorsatz

Wie aus einem Gassenhauer "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett" ein geschliffener Chorsatz werden kann, zeigte Viola Engelbrechts Arrangement. Doch entfaltet das Stück seine Wirkung erst dann, wenn es mit derart präzisen und von allen Sängerinnen und Sängern schlaggenauen Endungen ausgeführt wird, wie es Dirigent Mark Rosenthal den Seinen mit eindringlichem Dirigat verordnete.

Sämtliche Blasorchesterstücke punkteten mit einer Brillanz, wie sie von Laienorchestern selten zu hören ist. Das galt für die "Starlight Express Selection", die das Blasorchester Neuhonrath alleine verantwortete, ebenso wie für den gemeinsam mit den Lohmarer Kollegen angestimmten "Radetzky-Marsch", den die Gäste à la ZDF-Neujahrskonzert im Klatschrhythmus begleiteten.

Staunenswert war der Auftritt des Gitarren-Duos Lilly Mann und Noah Adelmann, das sich gelassen und selbstbewusst durch seine durchaus komplexen Stücke spielte. Höchsten Respekt verdiente sich die große technische Reife der beiden Talente, die sie die Herausforderungen in Carullis "Larghetto sostenuto & Thème de Jocondo" spielerisch meistern ließ.


Die hohen technischen Hürden meisterte das Gitarrenduo Lilly Mann und Noah Adelmann (Foto: Lorber)


Erfrischenden optischen Kontrast gab es von den Tänzerinnen der Wahlscheider Ballettschule Ena Stepanek und der Ballettschule im Hofgarten, die in der Stadt ihr Zuhause hat. Mit Tänzen zu Robert Schumann "Spieluhr", Saint-Saens' "Schwänchen" und Offenbachs "Can Can" erwarben sich die unterschiedlichen Gruppen aus Lohmar-Wahlscheid die Sympathien.

Die Lohmarer Ballettschule wartete mit einer "Quadrille" (Johann Strauß Vater) ihrer Kleinsten oder einem Tanz zu "Giselles Freundinnen" (Adam) auf und präsentierte mit Malou Etscheid, Zoe Weber und Amelie Lagauw gleich drei versierte Solotänzerinnen.

Mit zwei brillanten Klavierstücken Chopins fesselte Marius Cosmin Boeru die Besucher. Dabei stellte der gebürtige Rumäne ausgesprochen differenziert den romantischen und feinnervigen Duktus des "Walzer in cis-moll" dem der feierlichen, mit federnden Akkorden ausgestatteten "Polonaise in As-Dur" gegenüber. Ein Füllhorn an geradezu irrwitzigen Läufen und Trillern schüttete Boeru mit seinem Spiel aus - alles auf höchst virtuosem Niveau.

(Peter Lorber am 15.01.2019 im Kölner Stadt-Anzeiger Rhein-Sieg)

Rückblick auf den 'Brass & Blues' auf dem Frouardplatz

Bereits zum dritten Mal lud die Stadt Lohmar am 14. Juli auf den Frouardplatz zur neuen Veranstaltungsreihe "Lohmar Meddendren" ein. Die Reihe bietet den Sommer über monatlich ein Kultur-Event mitten in der Lohmarer City :  Jedes Mal ein bisschen anders, mit unterschiedlichen Musikrichtungen und für jeden Geschmack das Richtige.

"Wir haben die Musik gehört und wollten gucken, was da los ist", erzählte eine Zuschauerin, die sich gemeinsam mit ihren Nachbarn auf die Suche begeben hat und auf dem Frouardplatz fündig wurde. Dort erlebte sie mit rund 100 anderen Gästen bei herrlichem Sommerwetter ein tolles und dazu kostenloses Konzert von zwei Bands, die "Brass & Blues" auf dem Frouardplatz boten. Das Kulturamt der Stadt Lohmar hat für die Premieren-Saison von "Lohmar Meddendren" Protagonisten ausgesucht, die allesamt aus Lohmar sind. Diesmal belebten das 'Lohmarer Blasorchester' und die 'Turpentine Blues Band' mit "Brass & Blues" das Motto des Tages.


Wer regelmäßig auf die Konzerte des 'Lohmarer Blasorchesters' geht, wird am Samstag nicht sonderlich überrascht gewesen sein, wie vielseitig und zeitgemäß das Ensemble unterwegs ist. Unter der Leitung, aber auch mit der charmanten Moderation vom neuen Dirigenten, David Witsch, bediente das Blasorchester alles, was mit Sommer zu tun hat :  Gestartet mit dem Klassiker "Summer in the City" über brasilianische Popsongs bis hin zu Filmmusik von "Piraten der Karibik" bot das Lohmarer Blasorchester eine gute Stunde lang absoluten Hörgenuss.


Die 'Turpentine Blues Band' legte dann los und nahm das Publikum mit auf eine stimmige Reise ins Bluesland. Mit Titeln wie "You talk too much" oder dem "Saint Louis Blues" bewiesen sie dem Publikum von Anfang an, wie gut es sich anhört, wenn eine Band nicht nur instrumental sicher, sondern auch im Team selber verspielt zeigt, was sie drauf hat. Die 'Turpentines' sind eine Formation, die sich bereits 1980 gesucht und glücklicherweise 2015 noch einmal gefunden hat. Geplant war der Abend bis 21.30 Uhr, aber nach zwei Zugaben endeten die Jungs dann gegen 21.50 Uhr.

Der laue Sommerabend brachte die letzten Gäste in so manches Gespräch und so saßen die letzten noch bis 22.30 Uhr beisammen und verabredete sich fürs nächste Mal "Lohmar Meddendren". .............

(Eine Information des städtischen Kulturamtes am 19.07.2018 auf www.lohmar.info, Fotos: Kremer)

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