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Beinahe nicht nass geworden - Der LBO-Orchesterausflug 2018

Unter dem Hügel aufgehäufter rötlicher Steine brodelte es kurz, dann rülpste sich eine Art farbloser Qualle aus dem Steinhaufen heraus, es entwickelte sich ein überdimensionierter Rohrbruch und wuchs immer mehr nach oben, das stieg und stieg und musste sich dabei heftig gegen die wieder zurückfallenden Wassermassen behaupten. Es wurde feucht ringsum. Der Kaltwasser-Geysir von Andernach, ein durch Kohlenstoffdioxid-Anreicherung aus der Tiefe temporär ausbrechender Springbrunnen von der Sorte XXL, größtes Exemplar seiner Art auf diesem Globus, kletterte nach und nach in die unglaubliche Höhe von 60 Metern. Andernachs Bio-Sehenswürdigkeit war pünktlich da und präsentierte sich für etwas mehr als zehn Minuten und machte die zu nahe Stehenden feucht, bevor der unterirdische Druck nachließ und der Riesenspringbrunnen allmählich bis zum nächsten pünktlichen Ausbruch in seinen Steinhaufen zurücksank.


Zu den Zuschauern des Wasserschauspiels gehörte auch eine Gruppe von 30 Mitgliedern des Lohmarer Blasorchesters, dazu etwa 15 Angehörigen, die am 9. September von Lohmar aus (ohne vorheriges Frühstück) zum Orchester-Jahresausflug in die Stadt Andernach am Rhein gestartet waren. Sie waren zwischendurch im Alten Brauhaus zur Nette in Neuwied plangemäß zum Frühstück gelangt, das dann so gigantisch geraten war, dass in der ersten LBO-Probe am nachfolgenden Mittwoch noch fürsorglich eingepackte Reste zur Pause angeboten wurden. Das Alte Brauhaus war und bleibt in bester Erinnerung, man hatte dort schon 2016 vor dem Besuch der Marksburg gefrühstückt.

Das wärs eigentlich schon. Nein, nicht ganz. Am Nachmittag gaben die LBO-Mitglieder, auch die, die vom Geysir angefeuchtet und wieder trocken waren, in der Stadt ein kleines Platzkonzert, das eigentlich im Hof des Stadtmuseums (Offenes Denkmal) hätte stattfinden sollen. Weil dort aber dem Denkmal und der Offenheit zum Trotz niemand zum Zuhören stand oder saß, wurde das Konzert vor das Gebäude und vor immerhin ein Dutzend Zuhörer verlegt. Die spendeten freundlichen Beifall.

Entspannung war angesagt, nicht nur auf dem Schiff, das zuvor die Kaltwasser-Interessierten vom Geysir-Info-Zentrum in der Stadt (sehr informativ und sehenswert) auf das Geysir-Gelände etwas rheinaufwärts gegenüber und wieder zurück brachte (im Ticketpreis inbegriffen) und dabei Massen an Getränken umsetzte (nicht im Ticketpreis). Die LBO-Leute hatten schöne Gelegenheiten, sich an diesem Spätsommersonntag vor der kommenden Probensession mit dem neuen Dirigenten David M. Witsch etwas zu lockern. Der Neue lässt neben der Bewahrung des Bisherigen auch beherzte Ausgriffe auf künstlerisch und technisch anspruchsvollere Stücke oberhalb der Mittelstufe durchblicken. Das beweisen auch schon die ersten aufgelegten Notenblätter für das Frühjahrskonzert 2019. Und die Kommunikation zwischen Dirigent und Orchester flutscht, man muss nur das muntere e-Mail- und WhatsApp-Hin- und Her ansehen.

LBO-Mitglieder und –Angehörige hatten am 9. September nach dem improvisierten Promenadenkonzert noch etwas Zeit zum Flanieren und Gucken bis zum Abendessen in der Andernacher Schlossschänke. Andernach ist eine im Kern stark mittelalterlich geprägte Stadt, und sie hatte als wehrhafte Kommune am geografischen Schnittpunkt vielfältiger territorialer Interessen eine Menge Invasionen und Brandschatzungen abbekommen. Eigentlich ein Wunder, dass es diese Stadt noch gibt. Unser LBO-Vorsitzender Markus Schwedes hat das in der lesenswerten Broschüre ausführlich geschildert, die er (wie schon mehrmals) eigens für den Jahresausflug und zusätzlich zur Organisation herstellte. Er hat dafür Lob und Beifall verdient.

(Text: Waldemar Schmidt)

Jugend im LBO? – Na klar!

Eine kleine Umfrage unter den aktiven, minderjährigen Mitgliedern des Lohmarer Blasorchesters hat ergeben, dass:

  • Freizeitangebote ( auch mal ohne dabei zu musizieren ) für die jugendlichen Vereinsmitglieder begrüßt werden!
  • Der Wunsch besteht auch selber mal Musikstücke auszusuchen und zu spielen!
  • aber nicht jeder regelmäßig Zeit für zusätzliche Aktivitäten hat.

Uns ist es wichtig, dass Eure Wünsche gehört werden und es „Raum“ gibt diese im LBO aufzugreifen.
Wir haben uns darum vorgenommen, ca. einmal im Monat für euch ein Jugendtreffen / Jugendgruppe zu organisieren um Eure Ideen zu hören, gemeinsam zu Planen, Spaß zu haben, etwas zu unternehmen usw.

Wir kümmern uns um den Rahmen und laden Euch ein.

Da laut Satzung des LBO alle bis 27 (so lange sie noch in einer Ausbildung sind) zur Jugend gehören, dürfen sich auch alle in dieser Altersspanne angesprochen fühlen.

Egal ob aktiv im Orchester, oder ob passives Mitglied.
Egal ob jemand schon ein Instrument spielen kann, oder das schon wieder eine Weile irgendwo verstaubt.
Interessenten, die noch nicht wissen ob sie bei uns Mitglied werden wollen, dürfen gerne mitgebracht werden.
Alles andere wollen wir dann mit Euch gemeinsam planen!
Wir sind sehr gespannt darauf wen wir erwarten dürfen :-)

Toll wäre es, wenn Ihr Euch vorher meldet, weil uns die Planung dann viel leichter fällt.
Solltet ihr Interesse haben, aber am ersten Termin nicht können, so teilt das bitte mit.

Der erste Termin findet statt am:
Freitag den 28.09.2018 ab 17:00

Ort:
Saal der „Kinder- und Jugendhilfe Hollenberg“
Am Hollenberg 51
53797 Lohmar

Zum „Team“ gehören:

Lea Klug
Sophie Hubl
Philipp Schwedes
Johannes Friede

07.08.2018


Hansgünther Schröder tot

Der gute Freund und Moderator des LBO überraschend gestorben

Am 6. August 2018 ist unser langjähriger Moderator, zeitweiliger Mitwirkender und treuer Wegbegleiter des Lohmarer Blasorchesters, Hansgünther Schröder aus Eitorf, im Alter von nur 54 Jahren plötzlich von uns gegangen.
Vor über einem Jahrzehnt sprang er kurzfristig als Moderator beim Frühjahrskonzert ein, als unser damaliger Moderator krankheitshalber absagen musste. Daraus entwickelte sich eine lange Freundschaft, die über all die letzten Jahre dauerhaft bestand. Die Verbindung führte u. a. dazu, dass es ein Gemeinschaftskonzert mit seinem Hauptverein, dem Siegtaler Bläsercorps Dattenfeld, in der Lohmarer Jabachhalle gab und danach einen Auftritt des LBO im Park von Dattenfeld.
Bei unseren Frühjahrskonzerten sprang er auch mal als Sänger ein, und seine lockeren Moderationen strotzten nur so von Informationen und Sachkenntnis.
Das Lohmarer Blasorchester hat einen guten Freund und verlässlichen Partner verloren. Wir bewahren uns ein ehrendes Gedenken an ihn.