Presse

Welturaufführung auf dem Programm

32. Frühlingskonzert des Blasorchesters

Posaunist Jonas Stang (stehend Mitte) war einer der Hauptsolisten des Abends. (Foto: Kieras)

Lohmar. Auf ein treues Publikum konnte sich das Lohmarer Blasorchester (LBO) auch beim mittlerweile 32. Frühjahrskonzert verlassen. Und wie gewohnt boten die rund 60 Musiker um ihren Orchesterleiter Michael Tappert wieder ein bunt gemischtes Repertoire für jeden Geschmack. Das reichte von einem Medley aus Italo Pop-Classics über Broadway-Melodien bis zu Country-Musik. Einer der Höhepunkte war sicher die Welturaufführung des "Aggertal-Marschs", den die Trompeterin und langjährige stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Karin Hennecke, geschrieben hat. Nach alter Tradition führte Hansgünther Schröder durch das Programm, kündigte nicht nur die einzelnen Stücke an, sondern erzählte auch immer etwas über ihre Entstehung oder Anekdoten zu den jeweiligen Komponisten oder Interpreten. Zum Auftakt gehörte die Bühne dem Aufbauorchester, das zeigen durfte, was es kann. Und das war bemerkenswert. Einen Solopart übernahm dabei der 16-jährige Posaunist Jonas Stang. Als weiterer Hauptsolist erhielt der noch jüngere Schlagzeuger und Percussionist Maximilian Brenner (9) verdienten Applaus. Selbstverständlich verabschiedeten sich beide Orchester erst nach einer Zugabe von den Besuchern.

Mit einer breit gefächerten Palette musikalischer Klassiker begeisterte das LBO wieder einmal seine Fans. (Foto: Kieras)

(Paul Kieras im Extrablatt, 25.03.2015)

Lohmarer Blasorchester: Konzert mit Ohrwürmern und Premieren

Zur Freude des Publikums hatte das Lohmarer Blasorchester (LBO) bei seinem 32. Frühjahrskonzert eine Reihe von Ohrwürmern ins Programm genommen. Mit Humor führte Moderator Hansgünther Schröder durch die Medleys aus "My fair Lady", aus Country Music und Broadway-Melodien.

Dirigent Michael Tappert (l.) mit dem stehenden Saxophon-Register (hinten) (Foto: Morich)

Auf der großen Bühne der gut gefüllten Jabachhalle gab es aber auch einige reizvolle Premieren. Der junge Posaunist Jonas Stang (16) brachte ein Solo beim Titel "T-Bone Tricks" mit dem Aufbauorchester. Und der noch um einige jüngere Maximilian Brenner (9) bekam reichlich Ovationen für sein cool präsentiertes Xylophon-Solo bei der "Erinnerung an Zirkus Renz". Er kommt ebenfalls aus einer musikalischen Familie: Sein Vater Robert Brenner ist stellvertretender Chef beim Ausbildungsmusikkorps der Bundesswehr in Hilden.

Am Xylophon: Maximilian Brenner (Foto: Morich)

Ihre besondere Begabung zeigte auch Karin Hennecke: Die Trompeterin und Vize-Vorsitzende des LBO dirigierte als Welt-Uraufführung den von ihr komponierten "Aggertal-Marsch". Sie arbeitet als Tontechnikerin bei der Deutschen Welle und kümmert sich ehrenamtlich um die Nachwuchsbildung beim LBO.

Karin Hennecke dirigierte selbst ihren "Aggertal-Marsch" (Foto: Morich)

Als originelle Zugabe hatte der musikalische Leiter Michael Tappert den Titel "Wir Musikanten" von Kurt Gäble einstudiert, bei dem die mehr als 60 Bläser zur Abwechslung mal stehend eine Strophe singen durften: "Wir Musikanten, vereint durch Spiel und Gesang, sind befreundet ein Leben lang..."


(Jürgen Morich im Lohmarer Stadtzanzeiger vom April 2015)

Schwungvolle Arrangements

Das Lohmarer Blasorchester begeisterte sein Publikum in der Jabachhalle

Lohmar.  Trompeten, Posaunen, Flöten, die Oboe oder Klarinetten und Saxophone – im Lohmarer Blasorchester versammeln sich so ziemlich alle Instrumente, die mit dem Luftstrom arbeiten. Das große Solo aber führte beim Frühlingskonzert ein Schlaginstrument: Der erst neun Jahre alte Maximilian Brenner wurde zum Star des Abends, als er – mit einem Fußschemel auf die richtige Höhe gebracht – auf seinem Xylophon musikalisch die Pferde in die Jabachhalle hineingaloppieren ließ. „Souvenir de Cirque Renz“ heißt das Stück des damit auch berühmt gewordenen Komponisten Gustav Peter, das „in einer Zeit entstanden ist, als es noch kein Fernsehen gab“, wie Moderator Hansgünther Schröder in der Ankündigung erklärt hatte. Der Musiker hatte also die Atmosphäre des Zirkus im Allgemeinen und insbesondere die temperamentvolle Pferdenummer in Noten gespiegelt. Begeisterter Applaus für eines der jüngsten Mitglieder des „LBO“, wie seine Mitglieder und Fans das Orchester kurz nennen.



Der erst neun Jahre alte Maximilian Brenner wurde mit seinem Spiel auf dem Xylophon zum Star des Abends (Foto: Staudt)

Zuvor schon hatten Nachwuchsbläser des Orchesters in einem eigenen Programmteil gezeigt was sie können: Mit schwungvollen Arrangements und einer erstaunlichen Bläserversion des aktuellen Hits von Pharell Williams „Happy“, auch hier tat sich ein junges Mitglied, der 16-jährige Posaunist Jonas Stang, mit einem Solo hervor. Freilich ist dieses „Aufbauorchester“ ein wenig kleiner als das Mutterschiff; umso beeindruckender fuhr der Auftritt des großen „LBO“ gleich in den Bauch. Die „Donkey-Serenade“ erinnerte Moderator Schröder, der kurzweilig in die Stücke einführte, an einen lustigen Ritt auf den Drachenfels. Und nicht minder beschwingt spielten die Bläser das berühmte Stück des Broadway-Komponisten Rudolf Friml. Um sich gleich darauf in ernstere Gefilde zu geben. Dem zeitgenössischen Komponisten Jakob de Haan liegen gerade Blasorchester sehr am Herzen. Eigens für Bläsersatz geschrieben sind zahlreiche Werke, darunter auch das einfühlsame „Concerto d’Amore“, das Barock, Pop und Swing vereint.

Dass Bläser eigentlich ziemlich autark sind, wenn sie denn so gut vom Schlagwerk begleitet werden wie in Lohmar, und dass sie quasi alles spielen können, zeigten die rund 60 Musiker mit einem Parforce-Ritt durch „My Fair Lady“ von „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“ bis „Nur ein Zimmerchen irgendwo“. „Höllisch schwer“, wusste Moderator Hansgünther Schroeder, ist dieses Medley, „aber es lohnt sich.“ Und das, so ließ sich aus dem Zuspruch schließen, fanden die gut 500 Zuschauer auch.

(Dörte Staudt im Rhein-Sieg-Anzeiger vom 24.03.2015)