Die Orchesterfahrt des LBO nach Vila Verde / Portugal im Mai 2011

 

Unsere Orchesterfahrt nach Portugal… 

…begann am Donnerstag, 12.Mai um 0:30 in Lohmar auf dem Parkplatz der Jabachhalle.

Dort wartete ein Bus auf uns ca. 40 Teilnehmer, um uns nach Luxemburg zum Flughafen zu bringen.

Eine fröhliche Schar Musiker und Angehörige stieg ein und harrte der Dinge, die da kommen sollten…

Das war erst mal ein ziemlich alter Bus, dessen Fahrer sich als „Reza Pahlevi“ vorstellte – wie der ehemalige Schah von Persien. Er sei Iraner, und wolle uns gleich mal mitteilen, dass es keine Getränke an Bord gäbe.

 Aber er würde an der nächsten „Tankestelle“ halten….

Die Tankstelle verkauft aber nach 0:00 Uhr keinen Alkohol – also kamen wir ziemlich nüchtern am Flughafen Luxemburg um 3.15 Uhr an. Hier fuhr der Bus erst mal am Terminalgebäude vorbei – der Fahrer bemerkte seinen Irrtum, setzte zurück und schließlich fand er die richtige Ausfahrt im Kreisverkehr und wir waren am Flughafen.

Der war aber leider noch nicht auf so frühen Besuch eingerichtet – die Kaffeebars und Getränkestände öffneten erst um 5 Uhr.

Wir haben uns dann in die vorhandenen Stühle gelümmelt – die erste Haribobox ging rum…

Dann endlich durften wir einchecken für unseren Flug um 6:10 Uhr. Als wir alle durch die Sicherheitskontrolle waren, gab es dann um 5 Uhr endlich Kaffee!!!

Rita und Christoph Laugwitz
Philipp Schwedes, Robin Bernhardt, Jörn Optatzi
Gerd Riediger, Alfred Lang
MuDe Zou und Michael Lohr

 Der Flieger landete dann um 8:10 portugiesischer Zeit. Wir gingen zur Gepäckabholung – da erklangen plötzlich vertraute Töne: Jürgen saß ein wenig abseits und spielte auf seiner Trompete „What a wonderful world“. Das war schon echt schön so am frühen Morgen und hob die Laune noch um ein paar Grad!

 Nachdem alle ihr Gepäck eingesammelt hatten, ging es nach draußen vor das Flughafengebäude, wo wir dann auf Markus und Johannes und unseren Reisebus für die Ferientage warteten.

Hier wurde dann erstmalig Bekanntschaft mit der „portugiesischen Zeitrechnung“ gemacht – also das Warten dauerte etwas länger…. ;-)

Warten am Flughafen Porto (Meike Tappert, Kim Döring)
Noch immer Warten auf den Bus aus Vila Verde

 Markus und Johannes hatten die lange Autofahrt nach Portugal auf sich genommen, um die großen Instrumente, für die die Flugkosten und –Verpackung zu aufwändig gewesen wäre – sicher nach Vila Verde zu transportieren.

 Nachdem uns unsere Reiseleiterin Maria José, unsere Übersetzerin Rosa Weier sowie Markus und Johannes herzlich begrüßt hatten, ging es dann nach Porto, wo wir bei herrlichem Sommerwetter in Straßenkaffees frühstücken konnten. 

Spaziergang in Porto mit Alfred Lang, Michael Schnake, Jürgen Winter und Gerd Riediger

 Dann trafen wir uns alle wieder am Bus um eine kleine Sightseeing-Tour am Flussufer des Praia zu machen. Dort zeigte uns Michael auch das Lokal, in dem er und seine Familie voriges Jahr – sozusagen bei der Vortour – fürstlich gespeist hatten. 

Sabine Ulamec, Mara Barschkett und Alexandra Janssen am Flussufer in Porto
Relaxen mit dem weltberühmten Blick auf die Brücke über den Douro

Danach ging es noch mal zum Flughafen, um Malaika, die aus Brüssel kam, sowie Klaus, der sich mit Bekannten in Porto verabredet hatte, abzuholen. Danach brachte uns der Bus zu einem Park, wo wir mit leckeren Lunchpaketen ausgestattet wurden und picknicken konnten.

Rita beim Picknick

So gestärkt konnte, wer wollte, an den Strand gehen, und einige hatten sogar ihre Badesachen greifbar, so dass wir das erste Sonnenbad und Meerbaden genossen!

Am Strand bei Povoa de Varzim
Michael Schnake wagte sich als Erster in die kalten Fluten des Atlantiks

Mangels Umkleidekabinen stellte Petra ihren „Multifunktionsrock“ zum Umziehen zur Verfügung – zur Erheiterung der Umstehenden hat Markus sich dann so seine Badehose anziehen können…..

 Dann traf sich so nach und nach alles vor einer Bar an der Uferpromenade – die Runde wurde immer größer und wir schlossen eine innige Freundschaft mit dem Getränk „Super-Bock“

 Um 17:00 Uhr fuhr uns der Bus dann erstmals nach Vila Verde, wo am Hotel das Gepäck ausgeladen wurde und wir uns für die erste Probe verabredeten.

Die Hauptstraße in Vila Verde (rechts das Rathaus, links die Spitze der Kirche)

Nach dieser langen Reise und dem Strandtag mit dem Wetterumschwung war dann die Probe entsprechend – wir spielten die Hymne von Vila Verde, die eigens für das Jubiläum der 25-jährigen Partnerschaft komponiert worden war, und nun noch für Blasmusik umarrangiert, mehrmals durch – dann war aber die „Luft raus“ im wahrsten Sinne des Wortes….

 

Zweiter Tag: (Freitag, 13.05.2011)

 Am Freitag stand dann die Fahrt nach Porto und der Besuch der Casa Musica auf dem Programm.

Zitat aus Wikipedia:

“Casa da Música

Die Casa da Música ist ein neues städtisches Konzerthaus in Porto (Portugal), entworfen von den Architekten Rem Koolhaas und Ellen Van Loon vom Büro OMA (Rotterdam), das im April 2005 eingeweiht wurde und das die gleichnamige Kulturinstitution mit ihren drei Orchestern „Orquestra Sinfonica do Porto“, „Orquestra Barroca“ und „Remix Ensemble“ beherbergt. Begonnen wurde das Projekt im Jahr 2001, als Porto europäische Kulturhauptstadt war.

Das Gebäude an der Rotunda da Boavista hat eine minimalistische, monolithische vieleckige Form, die Außenfassade besteht aus weißem Sichtbeton und zum Teil gewellten Glasfenstern. Im Inneren ist die Architektur aus Beton, Aluminium und Glas zum Teil mit vielen verschiedenen Materialien verkleidet, darunter portugiesischen Azulejos.

Der große rechteckige Konzertsaal ist mit Holz vertäfelt, auf das ein Muster aus Blattgold aufgetragen wurde. Seine Stirnseite öffnet sich mit einer großen gewellten Glasfront auf die Stadt. Diese Glaswellen verzerren einerseits den Blick, andererseits wird auch der Schall günstig gebrochen.“

Casa de Musica Porto -
Eingangsbereich
Casa de Musica Porto -
Glasfront
Casa de Musica Porto -
Blick in den Hauptkonzertsaal durch das Wellenglas
bei einer Orchesterprobe

Diese Besichtigung war sehr eindrucksvoll für uns. Neben den vielen Besonderheiten, die sich die Architekten ausgedacht hatten, war auch ein „Kinderspielzimmer“ ein Raum, mit Teppichboden ausgekleidet, in dem Eltern ihre kleinen Kinder während ihres Konzertbesuchs abgeben konnten; die Kinder konnten dann zwar durch die wellenförmig gebogenen schalldichten Scheiben ihre Eltern sehen, aber kein Geräusch drang hinein oder hinaus.

Danach ging es zum gemeinsamen Mittagessen zusammen mit der offiziellen „Lohmar-Delegation“ Wir waren dann immer eine Gruppe von 60 Personen, die die Restaurants teilweise vor große Herausforderungen stellte.

Nach dem Mittagessen besichtigten wir eine Portwein-Kellerei, inklusive Weinprobe. Da das Mittagessen doch sehr verzögert geendet hatte, musste die Führung durch die Weinkellerei etwas abgekürzt werden. Trotzdem bekamen wir einen guten Eindruck von diesem bedeutenden Wirtschaftszweig des Landes. Viele nahmen sich dann auch ein alkoholisches Souvenir mit nach Hause.

In der Portweinkellerei Ferreira:

Ein 20.000 Liter Holzfass

Alle zusammen in den Katakomben der Portweinkellerei
In der Portweinkellerei Ferreira:

Es ist gedeckt zur Weinprobe, alle warten ungeduldig, dass es losgeht.

Endlich wird probiert!

Nach der Rückkehr in Vila Verde konnten wir nun auch Conny, Karin und Ingo begrüßen, die aus privaten Gründen am Freitag nachkommen mussten.  Ein kurzes Frischmachen und Umziehen für den Orchesterauftritt – und dann stand der offizielle Empfang bei der Stadt sowie die Feierlichkeiten zum Bestehen der 25-jährigen Partnerschaft auf dem Programm.

Nach einigem Warten wurde von Seiten der Gastgeber beschlossen, dass jetzt zunächst ein „Lohmarer Platz“ eingeweiht würde. Einige Musiker warteten also geduldig an diesem Platz – die Wartezeit überbrückte Alois, in dem er seine Fähigkeiten als Dirigent sehen ließ und mit uns ein bayerisches Lied einstudierte. („mi-mi-mi-mi: Schön muaß mei Madel sei….“)

Die Einweihung des „Praça de Lohmar“  ging relativ zügig vonstatten – trotzdem warteten die ca. 40 Sängerinnen und Sänger des Kinder- und Jugendchors Vila Verde ungeduldig auf ihren Einsatz.

Einweihung des Lohmar - Platzes (Praça de Lohmar) in Vila Verde
Die LBO-Gruppe um die "Lohmar-Platz" - Stele geschart

Nach diversen Reden (und entsprechenden Übersetzungen) der offiziellen Vertreter der beiden Städte und der Partnerschaftsvereine sang dann der Kinderchor, wir spielten „1958“, sowie den Marsch „O Vitinho“.

Partnerschaftszeremonie im Rathaussaal:
Mit Bürgermeister Röger (Lohmar), Bürgermeister Vilela (Vila Verde) und Übersetzer Manual Rodrigues
Zum Abschluss der Zeremonie spielte dann das LBO

Anschließend hatte die Stadt Vila Verde zu einem Empfang mit Essen und Trinken im Rathaus eingeladen. Hier waren auch die Gastgeberfamilien, bei denen einige von uns wohnten, mit eingeladen. Wir wurden wieder einmal kulinarisch verwöhnt, und es ergaben sich auch nette Gespräche zwischen Gästen und Gastgebern.

Beim gemütlichen Zusammensein:
Angela Moritz, Johannes Koopman, Markus Schwedes, Dirk Brügge, BM Wolfgang Röger.
Nach deutscher Zeit wurde in den Geburtstag von Markus Schwedes reingefeiert:
Ein musikalischer Geburtstagsgruß von Michael Tappert, Hugo Tappert, Horst Jubelius und Christoph Laugwitz
Alois Baumann, Michael Tappert, Petra Vierkotten und Conny Rühl beim Plausch im Rathauskeller

Um 23:00 Uhr Ortszeit (Portugal hinkt in der Zeit immer eine Stunde Deutschland nach) kamen Michael, Hugo, Horst und Jürgen mit ihren Instrumenten, die sie heimlich geholt hatten, in den Festsaal und spielten Happy Birthday für Markus, der am Samstag den Geburtstag hatte. Es wurde dann noch eine lange Nacht mit vielen Showeinlagen…. ;-) 

 

Dritter Tag: (Samstag, 14.5.)

An diesem Tag fuhren wir morgens mit dem Bus zum Markt – so ein typischer Markt mit allem Essbaren (Lebendiges und Zubereitetes) und vielen Textilien. Wir hatten Markus schon diverse Male hochleben lassen – und jetzt bekam er auch sein Geschenk, das wir extra mit nach Portugal genommen hatten: eine Flasche Tabasco. Weil Markus scharfes Essen liebt und mittwochs nach der Probe beim Imbiss immer nachwürzt mit Tabasco. Michael hatte die Aufgabe, dies zu überreichen – er hatte aber dann auf dem Markt noch ein weiteres Geschenk erstanden. Das überreichte er dann mit den Worten: „Markus, wir wissen ja alle, dass Du ein scharfer Typ bist, deshalb hier unser Geschenk“ Und er packte ein großes Badetuch aus, auf dem eine barbusige Schönheit abgebildet war. Zusätzlich dann den Tabasco -  die Lacher waren natürlich alle auf Markus Seite.

Die Umgebung von Vila Verde, viel Grün und Bäume
Auf dem Markt beim Hutkauf:

Horst Jubelius, Andre Hawemann, Philipp Schwedes, Malaika Schwedes, Maria José Soares

Der Bus fuhr uns dann auf den Berg zur Kirche S. Antonio Mixoes da Serra in Valdreu (Stadtgebiet von Vila Verde). Dies ist ein Wallfahrtsort, und ein Mal im Jahr führt eine Prozession dort hoch, bei der auch Tiere (meist Kühe) mitgenommen werden und oben gesegnet werden. Die Gegend dort ist bergig und deshalb nur von Hand von den Bauern zu bestellen – da ist dann die Hilfe der Zugtiere sehr nötig. Zur Statue des hl. Antonius führen viele Treppen, aber der Ausblick dort oben entschädigt für die Anstrengung.

Fahrt nach Valdreu - alte Bauernhäuser
Der Friedhof an der Wallfahrtskirche
Die Kirche des Hl. Antonius
Von hier aus gehen viele steile Treppenstufen zur Statue des Hl. Antonius
Das Innere der Wallfahrtskirche
Geschafft! Fast alle waren oben beim Marmor - Antonius mit dem Blitzableiter im Heiligenschein.
Bei der Sicht über die Bergkuppen sahen wir leider auch ein großes Feuer.

Das gemeinsame Mittagessen nahmen wir dann im Kasino des Schießsportvereins ein.

Ankunft mit dem städtischen Bus zum Mittagessen
Markus wurde erneut mit einer Geburtstagsgratulation bedacht:
In Ermangelung eines Kuchens wurde die Mousse au chocolat mit der Kerze zum Ausblasen bestückt.

Anschließend fuhren wir dann zum Schiffsclub nach Prado. Der liegt an einem Flussufer, und es gibt einen abgegrenzten Schwimmbadbereich. Der Kanuclub hat einige Meisterkanuten in seinen Reihen, und wir bekamen eine Führung durch die Sportanlage. Anschließend konnten wir auf den Wiesen unter Bäumen ausruhen und sonnen oder auch im Fluss (eiskalt!!) baden.

Die Kanus im "Club Nautical" in Prado: Gerd Riediger ist voller Bewunderung
Auch die gewonnen Pokale verdienten Beachtung, Ralf Kochan und Klaus Hennecke wissen es zu würdigen.
Im Kraftraum machen Christoph Laugwitz und Hugo Tappert nicht den allermotiviertesten Eindruck!
Anlegestelle und Strand am Rio Cavado
Das Geburtstagsgeschenk von Markus wurde sofort eingeweiht

Um 18 Uhr war dann wieder Abfahrt zu den Gastfamilien.
Am Abend um 21.00 Uhr stand dann das große Konzert in der Kirche von Vila Verde an. Die Anspielprobe in der Kirche fand schon mit Zuhörern statt. Das Konzert begann dann – traditionell verspätet- um 21.30 Uhr. Diesmal war aber die politische Delegation verspätet. Der Kinder- und Jugendchor von Vila Verde wartete auf der Empore auf seinen Einsatz. Michael band dann die Kleinen mit in unser Spiel ein, so dass die Ungeduld ein wenig kanalisiert werden konnte: sie klatschten im Rhythmus mit – beachteten auch die Dynamik, die Michael anzeigte und alle hatten ihren Spaß. Wir spielten folgende Stücke: Mary Poppins Medley; Second Waltz, The Lion sleeps tonight, Eric-Clapton-Potpourri (mit Ehrenschleife ;-)); Do-Re-Mi und „O Vitinho“. Der Kinderchor sang dann zum Schluss – und gemeinsam führten wir die  Hymne von Vila Verde noch mal auf. Es war ein sehr gelungenes Konzert, das viel Applaus von den Zuhörern bekam.

Hier ist der Link auf die Aufzeichnung der Vila Verde - Hymne mit dem Kinderchor Vila Verde und unserem Orchester:
www.youtube.com/watch?v=IHFxzaRKF5A

Die Kirche St. Paio in Vila Verde - Mitte, wo das Partnerschaftskonzert stattfand.
Konzert in der Kirche von Vila Verde

Entsprechend aufgekratzt und gut gelaunt gingen wir Musiker dann in eine örtliche Bar, um mit dem guten Bier „Superbock“  anzustoßen. – Es wurde ein langer, lustiger Abend! Alois hat zum guten Schluss noch einige Kostproben seiner bayerischen Trinklieder zum Besten gegeben… Es war „a Gaudi“. Zum Schluss waren dann alle ziemlich müde und froh, dass der nächste Tag – Sonntag – vormittags zur freien Verfügung stand.

 

Vierter Tag: (Sonntag, 15.5.)

Diejenigen, die bei Gastfamilien wohnten, erlebten unterschiedliche Vormittage mit Besichtigungen oder einfach den Familiensonntag.

Zum Mittagessen hatte die Stadt eingeladen, und wir wurden wieder alle fürstlich verwöhnt! Am Nachmittag veranstaltete die Stadt ein „Festival der Bands“ auf dem großen Platz zwischen Rathaus und Marktplatz. Es fand gleichzeitig ein Flohmarkt statt und das Ganze hatte Volksfestcharakter. Unser Orchester machte den musikalischen Anfang. Wie spielten (in ziemlich glühender Hitze): 1958, The Lion…, Gentleman of Music, Golden Swing time, Gilbert O Sullivan und die Hymne von Vila Verde. Zum Schluss der Marsch: Wir grüssen mit Musik.

Das LBO auf der Bühne vor der Bibliothek.
Die "Banda de Musica de Vila Verde" in Aktion

Danach spielte die „Bando Vila Verde“, ein symphonisches Blasorchester mit teilweise sehr anspruchsvollen Stücken.

Die Zuschauer hatten sich alle ein schattiges Plätzchen gesucht, und es wurde ein schöner Nachmittag. Viele unserer Musiker bedachten den Auftritt des Blasorchesters von Vila Verde mit mehreren „La-Ola“-Wellen.

Angela Moritz im LBO-Shirt und mit Käppi der "Banda Musica de Vila Verde"
Die Zuschauer des Musikfestes zogen es wegen der Sonne vor, sich in den Schatten zu verziehen, hier am Gerichtsgebäude.

Dann bewegten sich alle Zuschauer und Akteure zum Rathaus, und dort sangen und spielten alle zusammen unter dem Dirigat von Michael noch einmal die Hymne von Vila Verde. Dies war ein sehr schöner Abschluss des Musikfestivals.

Auf der Rathaustreppe stand der Kinderchor von Vila Verde, .......
...........davor die beiden Orchester, und zusammen wurde noch einmal die "Vila-Verde-Hymne" intoniert.

Der Abend sah für diejenigen, die bei Gasteltern übernachteten, das Abendessen in den Familien vor, so dass die Gruppen sich ein wenig verteilten.

 

Fünfter Tag: (Montag, 16.5.)

Hier stand der Besuch der Stadt Braga auf dem Programm. Wer wollte, konnte den Barockweg in Braga, der zum Weltkulturerbe gehört, besichtigen, andere konnten sich aber auch zum Shoppen absetzen. Die Sehenswürdigkeiten, Kirchen, Paläste, Klöster, sind alle sehr eindrucksvoll. Trotzdem mussten wir uns nach kurzer Zeit eine Pause mit Kaffee und Getränken gönnen.

Im Straßencafe von Braga.
Der Innenhof und .....
..... die Frontansicht der alten Kathedrale Sé Velha von Braga.

Dann trafen sich alle wieder am Bus, der uns zur Kathedrale "Santuário do Sameiro" auf den Berg brachte. Von diesem - nach Fatima zweitgrößten - Marienheiligtum, das auch schon vom Papst besucht wurde, aus hat man einen sehr guten Überblick über die Stadt Braga, und die Dimensionen der Kathedrale, der Gärten, Säulengänge, Treppen, und Festungsmauern waren gigantisch!

Kirche und Marienwallfahrtsort Sameiro oberhalb Braga
Blick von Sameiro über die Stadt Braga

Danach ging es zum Mittagessen auf einen Picknick-Parkplatz im Wald bei der Kathedrale „Bom Jesus“,  wo auch ein Teich die Möglichkeit zum Bootfahren bot.

Im Park an der Wallfahrtskirche Bom Jesus gab es Gelegenheit zum Picknick, einen Bootsteich und dazu auch eine künstliche Tropfsteinhöhle, .......
....... die kunstvoll der Natur nachempfunden ist.
Die Kirche mit den vielen Treppen als Aufgang bzw. Abgang.
Wem dieser Weg zu mühsam war, für den gab es auch eine Standseilbahn, eine historische Seltenheit: Sie fährt bereits seit 1882 ohne Störung rein als Wasserballastbahn, also ohne Motor und sonstiger Energiezufuhr!

Hier hatten wir die Möglichkeit, die 1000 Stufen vor der Kathedrale zu Fuß herunter zu gehen und die einmalige Architektur und Lage des Treppenaufgangs und der Gärten zu bewundern. Der Bus sammelte die Fußgänger am Fuße des Berges wieder auf – und es ging zum Fußballstadion von Braga.

Dort bekamen wir auch eine Führung durch die Katakomben des Stadions – was sich als sehr langatmig erwies. Bei der Besichtigung der „Duschräume“ und Umkleiden der Spieler nahm Michael eine unfreiwillige Dusche….
Eindrucksvoll ist der Bau dadurch, dass er teilweise in Felsen getrieben wurde und diese Felsen entlang den Treppenaufgängen zu sehen sind. Wir besichtigten dann noch die Tribüne – was wieder sehr intensives Treppensteigen vorher bedeutete, und endlich den Rasen im Innern des Stadions, wo wir uns dann spontan zu einer „La-Ola“ aufstellten – in letzter Minute kam noch schnell Bürgermeister Wolfgang Röger mit in die Reihe.

Blick auf das Stadion von Braga (rechts sieht man die Felswand, in die das Stadion gebaut wurde)
Die gesamte Besuchergruppe (LBO und offiziell) posiert für den Fotografen auf dem heiligen Rasen
Unser Maestro ließ es sich nicht nehmen, die Reisegruppe von seinen Ballettkünsten zu überzeugen!

Abends gab es dann ein offizielles Abschiedessen mit den Gastfamilien, und mit Dankesreden der Politiker. Das Essen fand in einem Restaurant etwas außerhalb von Vila Verde statt. Es gab noch eine Verzögerung dadurch,  dass die Offiziellen mit einem Kleinbus in zwei Durchgängen abgeholt werden mussten. Um 23 Uhr wurden dann die Dankesreden gehalten und Gastgeschenke der offiziellen Delegationen ausgetauscht. Das Essen war sehr reichlich und sehr gut (das Trinken auch).  Eine kleine Gruppe der Musiker ging denn anschließend noch in eine örtliche Bar, um letztmals das „Superbock“ zu genießen!

Die Vorspeisen beim Abschiedsessen:

Marinierte Schweineohren, Hähnchenschenkel ........

 ........ und Gambas.
Einige Impressionen zu vorgerückter Stunde beim Abschiedsessen:

Mit Bruni und Reiner Albrecht,

mit Angela Moritz, Michael Tappert, Zita Groß u. w.,
mit Waldemar Schmidt, Jörg Zorenböhmer, Ralf Kochan, Alois Baumann u. w.,
mit Meike Tappert, Michael Schnake, Kim Döring, Nina Tappert u. w.,
mit Conny Rühl, Petra Vierkotten u. w.,
mit Waldemar Schmid, Rowene Kirschling, Nina Tappert ....
    sowie Steffie Bordach.
   

Sechster Tag: (Dienstag, 17. Mai)

Das war der Tag unseres Heimflugs, und das bedeutete, um 5.30 Uhr !!!!!! Ortszeit Abfahrt zum Flughafen nach Porto. Dass wir alle recht schweigsam und blass waren, versteht sich wohl von selbst… Markus war früh aufgestanden um seine „Schäfchen“ zu verabschieden. Er und Johannes luden dann später unsere großen Instrumente wieder in den Kleinbus und fuhren in mehreren Etappen über 3 Tage wieder nach Hause.

Der Tag hatte sehr früh begonnen, folglich wurde noch etwas vor dem Rückflug geruht:
Hier Kim Döring und Horst Jubelius, ......
.......dort Rita und Christoph Laugwitz
Bruni und Reiner Albrecht scheinen jedoch bereits wacher zu sein.
Die Maschine der Luxair steht für den Rückflug auf dem Flughafen Porto bereit.
Simon Schilling, der aus schulischen Gründen nicht mit in Portugal war, ließ es sich nicht nehmen, die LBO-Gruppe im Bus nach Lohmar zurückzubegleiten.

Der Flug nach Luxemburg ging um 8.20 Uhr, wo wir um 12.10 Ortszeit landeten. Hier wartete neben unserem Bus auch Simon auf uns, der sich extra einen Tag frei genommen hatte, um uns abzuholen und die Fahrt von Luxemburg nach Lohmar mitzumachen. Der Bus war dann um 15. Uhr wieder auf dem Parkplatz an der Jabachhalle, wo eine müde aber glückliche Gruppe von ihren Angehörigen in Empfang genommen wurde.

Im Bus hatte Udo noch eine Sammlung für Markus vorgenommen, damit wir ein kleines Geschenk als Zeichen unserer Dankbarkeit für diese gelungene Orchesterreise überreichen konnten.

Markus bekam dann neben einem Obolus für sein neues Tenorhorn und einem Essensgutschein ein T-Shirt und eine Mütze mit den Wappen der Stadt Vila Verde und des LBO überreicht.  Das war ein tolles Erlebnis und auch ein gelungener kultureller Austausch zwischen den Partnerstädten Lohmar und Vila Verde!

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 06/2011